Was mich Yoga gelehrt hat

Yoga hat mich gelehrt zu empfangen. Ein Beitrag von Ute Fischer

Wir meinen zuzuhören, sind aber ehrlicherweise schon am überlegen, was wir als nächstes sagen. So hat mich Yoga gelehrt, nicht nur mit den Ohren zu hören, sondern auch mit dem Herzen.
Ich möchte mir immer und immer wieder erlauben genau hinzuhören, hinzuschauen, empfangen und nicht meinen zu wissen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir auch im Yoga einem Trend nachjagen, überall mal an der Oberfläche zu kratzen und dadurch zu ewig Suchenden werden. Ich weiß inzwischen: alles ist da, es gibt nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen.
Wichtig ist nicht, was der Lehrer sagt, sondern was bei dem Schüler ankommt und so wird aus einem schon oft gehörten, wenn ich mir erlaube zu empfangen, ein erkennen und daraus Erkenntnis.
Und alles was sich in mir aus dem einfachen hinhören über das Erkennen zur Erkenntnis entwickelt hat, sprudelt in meinem Unterricht aus jeder Pore meines Seins. Es bereitet mir sehr viel Freude meine Erfahrungen zu teilen.

Yoga hat mich gelehrt: wir können die Wege nicht abkürzen, nicht im Yoga und nicht im Leben
Wir brauchen Lehrer, die einen sicheren Weg kennen. Gehen dürfen wir den Weg selbst, in unserem Tempo und mit unseren Umwegen. So ist mein Leben deutlich langsamer geworden, ich muss viel weniger und der Bodensatz an Zufriedenheit ganz tief in mir wird immer größer. Und ab und an werden sie uns geschenkt, die magischen Momente, in denen wir spüren, dass es ein Wissen hinter dem Wissen gibt, ein Wissen ohne zu wissen: WEISHEIT.
In großer Vorfreude auf alles, was das Leben mit mir vor hat, sage ich Namaste
Ute