Sandra

Name: Sandra von Zabiensky

Wohnort: Lütjensee bei Hamburg

Warum bin ich da ?: Ich liebe es in der Natur zu leben, aber dennoch eine Anbindung an die Stadt zu haben.

Lieblingsbeschäftigung: Yoga, ausgedehnte Spaziergänge mit meinen Hunden, lesen

Lieblingsfarbe: Es klingt vielleicht etwas kitschig, aber dennoch: Rosa, Weiß, Gold.

Lieblings-Gericht: Pasta mit frischen Trüffeln

 

Das Innerste nach außen kehren
oder
Es werden Wunder geschehen

Die Anusara-Immersion in der parApara Sommerakademie sollte eigentlich mit einer Warnung daherkommen: „Wenn Du Dein Leben nicht verändern möchtest, bitte hier nicht buchen.“  Meine einhundert Stunden der Sommerakademie-Immersion haben mich von der gemütlichen Landstraße des Yoga auf den Express Highway geschickt.  Dabei habe ich mich vorher nicht einmal mit Anusara beschäftigt. Ja, ich kannte Lalla und Vilas nicht einmal. Und noch besser: ich hatte sogar ein klitzekleines bisschen Vorurteile gegenüber diesem Yogastil. Aber ich konnte Anusara nicht entkommen. Immer wieder tauchte es auf. Als Anzeige, als Artikel, über Freunde, die mir begeistert von Anusara-Stunden erzählt haben…. Schließlich meldete ich mich an um „nur“ einmal reinzuschnuppern.

Was dann geschah, hat mein Innerstes nach außen gekehrt, meine Yogapraxis grundlegend verändert und ein neues Fundament meiner Weltanschauung geschaffen.

Lalla und Vilas haben in jeder einzelnen Stunde der Immersion viel mehr geschaffen, als nur Wissen zu transportieren. Wir Immersion-Teilnehmer haben eine Art yogischen Urknall erlebt. Viele von uns, auch ich, haben schon eine Yogalehrer-Ausbildung abgeschlossen, aber die Tage in Potsdam waren anders. Intensiver, größer und umfassender als all das, was wir vorher erfahren durften. Wir haben nicht nur die Grundlagen des Anusara vermittelt bekommen, sondern diese tatsächlich erlebt. Wir studierten die Yogaphilosophie und diskutierten die Prinzipien lebhaft. Uns schwirrte der Kopf von den Laufrichtungen der Spiralen und Loops, um dann in der Praxis zu erfahren, wie viel innere und äußere Aufrichtung uns diese schenken.

In der Praxis ging es vom Groben zum Feinen und ja, in den Stunden und den Meditationen gab es mehr als einmal diese besonderen magischen Momente des Yoga. Voll und ganz im Sein des ersten Prinzips „Open to Grace“,“Sich zum Höheren hin öffnen“, verbunden mit dem, was größer ist als wir, durften wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn die Energie wahrhaft fließt, wie aus großen Ängsten plötzlich Chancen zum Wachstum wurden und wo noch vor Kurzem eine Asana unmöglich schien, diese auf einmal ganz leicht wurde. Eine Entdeckung ist dabei für mich die tantrische Philosophie. Das Wissen darum, dass alles schon da ist, alles schon angelegt ist. Weder sind wir unrein, noch müssen wir uns selbst kasteien – jeder einzelne von uns trägt den göttlichen Funken in sich. Alles ist mit Allem verbunden, durch eine Energie, die intrinsisch gut ist. Ist das nicht wundervoll? Nach der Immersion war mir klar: ich habe meine „Heimat“ und auch meine Lehrer gefunden. Ich freue mich nun sehr darauf, dieses Jahr die Anusara Elements-Yogalehrerausbildung abzuschließen und auf meinen weiteren Yogaweg mit Lalla und Vilas.
Lalla hat mir einmal gesagt „Yoga ruft“. Oh ja, und ob es das tut. Und wenn Ihr ebenfalls diesen Ruf verspürt, kann ich euch nur ans Herz legen: Nehmt die Chance wahr, tief ins Anusara-Yoga einzutauchen… Ich bin mir sicher, es werden Wunder geschehen.

Das 5 Minuten-Interview

Wer ist Sandra?
Ich bin eine leidenschaftliche Yogini, Spirit Junkie, Unternehmerin, Freundin, Schwester und Tochter. Ich darf bei Euch, Lalla und Vilas, in der 500hrs-Ausbildung lernen, selbst unterrichten, aber auch in meiner PR-Agentur arbeiten. Ich kann Nächte durchtanzen, aber der intellektuelle und spirituelle Diskurs ist mir ebenso wichtig. Ich liebe es am Strand zu sein, bei jedem Wetter, und besonders in den Wellen auf meinem Surfbrett zu sitzen – vorzugsweise in Freights Bay, auf Barbados. Ich setze mich gern mit dem kaschmirischen Shivaismus und dem „Kurs in Wundern“ auseinander – hier lerne ich sehr viel für mich. Ich bin sehr dankbar und glücklich für mein Leben, ich empfinde jeden Tag als Geschenk, auch wenn das Leben nicht immer ein Ponyhof ist.

Was hält Dich zusammen?
Durch meine Yoga-Praxis habe ich ein tiefes Urvertrauen entwickelt, dass alles richtig ist, wie es kommt und ich nie alleine bin. Wenn ich in Stille auf meiner Yogamatte sitze, bewusst atme, mich dem Höheren öffne und verbinde, schenkt mir dies eine Kraft, die sich nicht im Außen begründet, sondern im Inneren verwurzelt ist. Daraus speist sich eine tiefe Zufriedenheit, die sich in Glück weiterentwickelt. Dann finde ich Momente der Ruhe und Klarheit, selbst im größten Sturm.

Wie bist Du zum Yoga gekommen?
Durch meine steife Hüfte. Als ich anfing zu surfen, bin ich schwerfällig auf das Brett geklettert – alles andere als ein lockeres Hochspringen. In der Zeit, die ich brauchte, um auf das Surfboard zu kommen, war die Welle längst weg. Dagegen wollte ich etwas tun und kam zum ersten Mal zum Yoga, was ich zuvor immer als eine Art „esoterische Krankengymnastik“ abgetan habe.  Durch einen tiefgreifenden Umbruch in meinem privaten und beruflichen Umfeld, stand meine Welt plötzlich Kopf. Ich stellte fest, dass ich, wenn ich auf meiner Yogamatte, in meiner Praxis, immer wieder zur Ruhe fand, meinen Monkeymind ausschalten konnte. Und ab da hat es mich gepackt.

Was ist Yoga für Dich?
Yoga ist für mich eine tiefe transformierende und spirituelle Praxis. Eine Praxis, die mich lehrt, aus dem Herzen zu leben und meine Vision von meinem Leben zu verwirklichen. Yoga unterstützt mich darin, der Dualität des Lebens, dem Spanda, dem Auf und Ab, mit Kraft und Würde zu begegnen. Yoga hilft mir, Gelassenheit, Mut, Mitgefühl, Freude sowie Selbstliebe zu entwickeln und in mein Leben zu integrieren.

Was am Yoga bewegt Dich am tiefsten?
Das allererste Prinzip des Anusara: „Open to Grace“. Wenn ich mich dem Höheren öffne, änderst sich völlig die Qualität der Praxis, es ist ein geführt werden und keine Aktion aus dem Ego heraus.

Das Leben ist voll. Was heißt für Dich bewusst leben?
Bewusst leben heißt für mich dem eigenen Rhythmus zu folgen, mit der Unendlichkeit angefüllt aus dem Herzen leben – aus der inneren Fülle in die äußere Weite. In dem Wissen, dass alles da ist, dass wir wie Samenkörner sind, die, wenn man sie wässert, in nahrhafter Erde eingräbt und die Sonne auf sie scheinen lässt, zu kraftvollen großen Bäumen heranwachsen können. Bewusst leben heißt, jeden Moment wahrzunehmen und zu schätzen, in dem Wissen, dass alles möglich ist.

Zu welchem Kontext Deines Daseins kannst Du uneingeschränkt „JA“ sagen?
Ich kann zu meinem Leben, mit allen seinen Facetten, uneingeschränkt Ja sagen.

Was stimmt Dich freudig?
So vieles! Das Gefühl, auf einer Welle zu reiten und wirklich im Einklang mit dem Wasser zu sein. Wenn in der Asana-Praxis sich der Körper wie von alleine in Stellungen hineinbewegt. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und dabei die Fülle der Natur genießen. Das zufriedene Schnarchen meiner Hunde. Mein Glauben.

Was macht Dich traurig?
Misshandlungen an Lebewesen.

Welche Musik kann Deinen Alltag immer erhellen?
Ganz ehrlich? Old School Hip Hop, West wie East Coast. Immer. (Einen lieben Gruß an meine YSWA – Yoga Sista with Attitude –  Juliana Afram an dieser Stelle!)

Welche Kunst möchtest Du immer um Dich haben?
Ohne Musik und Bücher wäre es verdammt schwierig.

Spontaner Wunsch, jetzt, in diesem Moment?
Tatsächlich bin ich persönlich wunschlos glücklich. Es ist alles da. Ich kann mir nur mehr Heilung für die Welt wünschen.

Von wem lernst Du?
Ganz besonders von Euch, Lalla und Vilas. Definitiv auch viel in meinen Gesprächen mit meinem Spiritual Running Buddy und lieben Freundin Caroline. Überhaupt von meinen engen Freunden, die Gespräche, die Erlebnisse, die wir teilen, bereichern mich sehr.

Lieblings Wochenend-Beschäftigung?
Ausschlafen, ausgedehnt frühstücken und dabei lesen, Yoga, lange Spaziergänge in der Natur und wenn Wellen da sind, surfen.

Was wünschst Du Dir, was jeder Mensch sofort tun sollte, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?
Sich selbst von Herzen zu lieben und in seiner einzigartigen Schönheit zu sehen.

Wenn wir Dich zuhause besuchen würden, was würdest Du kochen?
Spaghetti mit geschmolzenen Tomaten, Pinienkernen, Safran und Basilikum.

Wovor hast Du Angst?
Ich habe keine direkte Angst, aber großen Respekt davor, irgendwann mit dem Tod von mir geliebten Menschen und Tieren konfrontiert zu werden.

Ist die Welt auf einem guten Weg?
Ein kleiner Teil der Welt ist auf einem guten Weg und ich hoffe, dass all das Chaos und die Dunkelheit dazu da sind, um mehr Menschen auf einen guten Weg zu bringen.

Die inspirierendsten Persönlichkeiten, denen Du bisher begegnet bist?
Es ist ein bisschen unangenehm, weil es auch falsch antizipiert werden könnte, aber tatsächlich seid Ihr, Lalla und Vilas, Menschen, die mich sehr, sehr nachhaltig und fundamental geprägt haben. Ana Forrest hat mich ebenfalls sehr fasziniert – es ist sehr beeindruckend, wie sie ihren Schmerz in Stärke umwandeln konnte. Aber auch meine engen Freunde – wunderbare Menschen mit so unterschiedlichen Begabungen – inspirieren mich jedes Mal aufs Neue.

Kann man mit einfachen Antworten komplexe Probleme lösen?
Ja. 🙂