Hormonyoga: Lalla im Interview

Hallo, ich heiße Tanja, ich bin 33 Jahre alt und bin selbständig. Dadurch habe ich viel Stress, schlafe schlecht und bin oft innerlich nicht so ausgeglichen, wie ich mir das wünschen würde. Als ich mich nach Möglichkeiten umgesehen habe, die mir hierbei helfen, bin ich auf Hormonyoga und die Expertin für Hormonyoga in Deutschland, Dr. Claudia Turske (Lalla), gestoßen. Ich habe nun die Ehre, Lalla direkt Fragen zu stellen und mehr über Hormonyoga zu erfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Liebe Lalla, ich darf heute mit Dir über Hormonyoga sprechen. HoYo ist Dein persönliches Herzensthema, magst Du mir mehr darüber erzählen?

Gerne Tanja 🙂 Auf Hormonyoga bin ich gestoßen als ich mit Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen hatte. Haarausfall, Depressionen, Energieverlust…das hat mir sehr zu schaffen gemacht. Hormonyoga hat mir geholfen, meinen Hormonhaushalt wieder in Balance zu bringen. Und es hilft mir heute, in meiner Kraft zu bleiben und meiner Weiblichkeit Ausdruck zu verleihen.

 

2. Was genau ist Hormonyoga eigentlich?

Hormonyoga ist eine therapeutische Form des Yoga und hilft Frauen, die darunter leiden, dass ihr Hormonhaushalt unausgeglichen ist, wie es zum Beispiel in den Wechseljahren oder durch die Einnahme der Antibabypille oder Schilddrüsenproblemen vorkommt. Entwickelt hat Hormonyoga Dinah Rodrigues. Nach meiner Ausbildung bei ihr habe ich während Jahren der Praxis viele Ansätze überarbeitet und zu meinem spezifischen „HoYo“ weiterentwickelt, das jede Frau, ob jünger oder älter, ohne Druck und Strenge praktizieren kann.

3. Ist Hormonyoga nur etwas für „ältere“ Frauen oder kann auch ich als junge Frau davon profitieren?

Zum einen natürlich Frauen in den Wechseljahren. Doch ist es ein Irrtum, dass nur diese Frauen hormonelle Probleme haben, die mit Hormonyoga in den Griff zu bekommen sind. Auch junge Frauen kommen oft in hormonelle Schwankungen, wenn sie die Pille oder hormonelle Behandlung des Arztes absetzen. Das führt zu Unausgeglichenheit und Stress, manchmal auch zu Haarausfall und schlechtem Hautbild.

Frauen sollten dann praktizieren, wenn der Leidensdruck durch die hormonellen Schwankungen groß ist und sie ihr Selbstvertrauen verlieren. HoYo hilft nämlich auch bei Kinderwunsch, PMS, bei Unterfunktion der Schilddrüse, bei Schlaflosigkeit und Stress. Hinzukommen alle Beschwerden, die während der Menopause auftreten können (Hitzewallungen, Gemütsschwankungen, verminderte Libido, Trockenheit und Juckreiz der Haut aber auch der Vagina, Haarausfall, Gedächtnisverminderung, Selbstzweifel etc.).

 

4. Welche positiven Auswirkungen hat Hormonyoga auf Frauen in den Wechseljahren?

Oben genannte Beschwerden gehen zurück oder verschwinden ganz. Es gibt wieder ein Leben ohne Zweifel und weniger Stress. Tage, an denen man am liebsten gar nicht erst aufstehen möchte, werden immer seltener und die Leistungsfähigkeit wird wieder besser. Stellen Sie sich vor, wie es ist, einmal wieder eine ganze Nacht durchzuschlafen. Oder keine Angst vor den Schweißrändern am Pullover haben zu müssen. Keine Menstruationsschmerzen zu haben, oder überhaupt wieder eine Regel zu haben. Denn viele sehr junge Frauen klagen über Ausbleiben oder Unregelmäßigkeit der Menstruation.

 

5. Deine Art zu Unterrichten ist besonders liebevoll und freudig. Finde ich das auch in Deinem Hormonyoga-Programm wieder?

Als Psychotherapeutin habe ich immer beim Hormonyoga den größeren Zusammenhang gesehen. Ich habe vor allem die Strenge und den Druck rausgenommen. Ich unterrichte einen ganz besonders liebevollen Umgang mit sich selbst und schaffe besonderes Bewusstsein für die ausgeglichene Atmung. Gerade bei den Atemtechniken habe ich alles verändert und feiner gemacht. Aber auch die Technik der Energielenkung vermittle ich in den Workshops so, dass die Frauen lernen sanft, ja viel sanfter, mit sich selbst umzugehen, und dass die eigene Praxis etwas ganz besonderes, etwas rituelles und schönes ist. Des Weiteren lege ich besonderen Wert auf die Stress-Analyse. Wenn wir Frauen immer so super gestresst sind, wird so viel Stresshormon ausgeschieden, dass die besten Übungen nichts helfen. Also vermittle ich zuerst einmal Einblick in den sinnvollen Umgang mit Stress. Interessanterweise kann Yoga, wenn es zu stark fordert und reguliert, die Stresssymptome noch verstärken und Angst auslösen.

 

6. Was bewirken Deine Hoyo-Sequenzen im Körper?

Es gibt in meinem „HoYo“ eine sinnvoll abgestimmte Sequenz, eine für den Morgen und eine für Frauen, die vornehmlich abends praktizieren. Die Übungen wirken teils auf die Eierstöcke, auf die Schilddrüse oder Hypophyse. Die Atemübungen dienen der Ruhe und wirken gegen den Stress. So ist es z.B. möglich, die ideale Praxis für die individuellen Bedürfnisse zu modifizieren.

 

7. Welche Utensilien brauche ich für die Hormonyoga-Praxis?

Eine Matte, einen Klotz, evtl. einen Gurt, ein bis zwei Decken und eine Wand. Holzboden ist besser als Teppichboden, denn bei einer Übung muss der Hinterkopf, wenn man liegt, ein wenig rutschen können, damit die Halswirbelsäule nicht gestaucht wird

 

8. Wenn ich gerne mal in Dein Hoyo hineinschnuppern möchte, wo kann ich Dich treffen?

Nächsten Monat in meinem Wochenend-Workshop in Hamburg (12.-14. Mai 2017): Hier lehre ich die grundlegenden Techniken, danach kann man auch alleine zuhause üben. Der nächste Hoyo-Workshop in Potsdam findet erst wieder vom 02.-04.02.2018 statt, es lohnt sich also, nach Hamburg zu kommen.

 

9. Was ist das Besondere an Deinen Hoyo-Workshops?

Mit anderen Frauen diese besondere Yoga-Form zu praktizieren führt unglaubliche Energien zu Tage. Es lösen sich Blockaden und die Atmosphäre hat eine ganz spezielle Tiefe. Zudem ist es schön, die persönlichen Erfahrungen untereinander auszutauschen. Ich hatte in allen Jahren des Unterrichtens immer so wunderbare Frauen und großartige Gruppen, dass ich meinem Mann jedes Mal berichte, wie einmalig dieser Workshop ist. Eigentlich mit Worten kaum zu beschreiben! Und für alle Teilnehmer wird diese Praxis zu einer stärkenden, freudigen Erfahrung.

 

10. Nach dem Hoyo-Workshop: Wie geht es für mich weiter?

Du kannst nach dem Hoyo-Workshop mit meinen Unterrichtsmaterialien zuhause weiter praktizieren: Es gibt ein Hoyo-Übungsbuch, das ich im Workshop als Lehrmittel verteile, denn dort stehen die Übungen genau beschrieben drin. Dann habe ich ein Poster entwickelt, damit die Frauen sich an die Sequenz erinnern, wenn sie die Techniken begriffen haben. Eine gekürzte Version des Übungsbuches gibt es als Verlagsbuch. Auf meiner HoYo DVD gibt es eine Einführung in die HoYo-Praxis und eine ganze Hormonyoga – Klasse. Auf der parApara Website gibt es verschiedene Sequenzen als Download. Mit einer persönlichen Auswahl aus diesen Lehrmitteln kommen die meisten Frauen, nachdem sie den Workshop besucht haben, sehr gut klar.

Lalleshvari Turske ist die erste deutschsprachige zertifizierte Anusara Yoga Lehrerin(CATT) und international renommierte Hormonyoga Expertin. Zusammen mit ihrem Partner Vilas eröffnete sie das erste Anusara Yoga Studio in Deutschland und wenig später die parApara Yoga-Akademie, ein Ausbildungszentrum, das die höchsten yogischen  Ausbildungsstandards besitzt. Hier bildet sie als führende Expertin in dieser Methode jährlich viele SchülerInnen zu Anusara- und Hormonyoga-YogalehrerInnen aus.
In ihren HoYo-Workshops und mit ihren HoYo-Produkten (HoYo-DVD, Übungsbuch und Poster) lehrt Lalla Frauen aller Altersstufen, wie sie ihre Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen, Stress abbauen und hormonell bedingte Beschwerden lindern können.
Die Termine der nächsten HoYo-Workshops findet ihr hier >