Yoga Fotografie

Ein Beitrag von Hans Hoffmann

 

Ich fotografiere hauptsächlich Natur und Architektur. Meine Reisen führen mich nach Paris (La Défense), in die Champagne (zu den wunderbaren Süntelbuchen), nach Nepal oder in die Antarktis. Meine Objekte rennen mir nicht davon. Ich kann mir stundenlang Zeit nehmen und das richtige Licht abwarten. Seit einigen Jahren fotografiere ich Yoga-Seminare von Lalla und Vilas. Und was treffe ich an? Die Objekte rennen mir nicht davon und das Licht kann ich auch wählen. Und doch ist da ein grosser Unterschied: ich habe es mit Menschen zu tun, mit Menschen, die sich mit sich selber beschäftigen, die nach innen schauen – oft mit geschlossenen Augen – auch mit Menschen, die sich nicht wohl fühlen vor der Kamera. Nähe und Distanz sind die zentralen Themen.

Ich fotografiere mit Festbrennweiten. Ich kann also nicht zoomen, ich muss mich robbend oder rutschend nähern oder entfernen, ich sitze oder liege. Dabei muss ich darauf achten, die nahe beieinander übenden Personen nicht zu stören. Und ich muss nahe ran! Erleichtert wird mir die Arbeit durch meinen Blick durch den elektronischen Sucher der Kamera. Ich schaue also nach unten in die Kamera und nicht direkt auf die Person. So fühlt man sich nicht angestarrt. Ich muss selten warten, bis jemand wegschaut. Mir wurde vor kurzem gesagt: Du hast gut fotografiert! Ich habe dich nicht wahrgenommen! Ein schönes Kompliment.

Mit meiner bevorzugten Brennweite 50 und Blenden zwischen 1.4 und 4 gelingt das selektive Scharfstellen. Nur ein kurzer Bereich auf der Fotografie wird scharf dargestellt, alles andere unscharf. Damit gelingen mir Fotos mit mehreren Yoginis mit der Konzentration auf eine oder zwei Hauptpersonen. Ich stelle scharf (bei der Leica muss man das von Hand machen) und warte auf den entscheidenden Augenblick von passender Körperhaltung und Mimik. Das kann, wie in der Natur, auch hier dauern. Eine besondere Herausforderung ist das Fotografieren von Personen, welche nicht gern fotografiert werden. Ich spreche diese Personen an und frage nach. Oft ist das Problem dadurch schon gelöst.

Im Idealfall kriege ich einen durch Asanas spezifisch komponierten Bildaufbau, das perfekte Licht und eine Person mit nach innen gerichtetem Blick. Ich suche Gruppenaufnahmen mit mehreren Personen, die das gleiche machen (alle im Hund, in der Kobra oder schwitzend vor Anstrengung), Interaktionen, die Konzentration auf eine Person oder zuhörende Personen. Meine Intuition spielt im ganzen Ablauf wahrscheinlich eine grössere Rolle, als ich selber denke.

Ich fotografiere gern auf Augenhöhe oder von noch weiter unten nach oben. Die Verrenkungen, die ich dabei mache, könnten entfernt an Yoga erinnern. Am Ende des Seminars bin ich jeweils wohl ähnlich erschöpft, aber zufrieden wie die Teilnehmenden.

 

BILDER
von Hans Hoffmann

Hormonyoga: Lalla im Interview

Hallo, ich heiße Tanja, ich bin 33 Jahre alt und bin selbständig. Dadurch habe ich viel Stress, schlafe schlecht und bin oft innerlich nicht so ausgeglichen, wie ich mir das wünschen würde. Als ich mich nach Möglichkeiten umgesehen habe, die mir hierbei helfen, bin ich auf Hormonyoga und die Expertin für Hormonyoga in Deutschland, Dr. Claudia Turske (Lalla), gestoßen. Ich habe nun die Ehre, Lalla direkt Fragen zu stellen und mehr über Hormonyoga zu erfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Liebe Lalla, ich darf heute mit Dir über Hormonyoga sprechen. HoYo ist Dein persönliches Herzensthema, magst Du mir mehr darüber erzählen?

Gerne Tanja 🙂 Auf Hormonyoga bin ich gestoßen als ich mit Wechseljahrsbeschwerden zu kämpfen hatte. Haarausfall, Depressionen, Energieverlust…das hat mir sehr zu schaffen gemacht. Hormonyoga hat mir geholfen, meinen Hormonhaushalt wieder in Balance zu bringen. Und es hilft mir heute, in meiner Kraft zu bleiben und meiner Weiblichkeit Ausdruck zu verleihen.

 

2. Was genau ist Hormonyoga eigentlich?

Hormonyoga ist eine therapeutische Form des Yoga und hilft Frauen, die darunter leiden, dass ihr Hormonhaushalt unausgeglichen ist, wie es zum Beispiel in den Wechseljahren oder durch die Einnahme der Antibabypille oder Schilddrüsenproblemen vorkommt. Entwickelt hat Hormonyoga Dinah Rodrigues. Nach meiner Ausbildung bei ihr habe ich während Jahren der Praxis viele Ansätze überarbeitet und zu meinem spezifischen „HoYo“ weiterentwickelt, das jede Frau, ob jünger oder älter, ohne Druck und Strenge praktizieren kann.

3. Ist Hormonyoga nur etwas für „ältere“ Frauen oder kann auch ich als junge Frau davon profitieren?

Zum einen natürlich Frauen in den Wechseljahren. Doch ist es ein Irrtum, dass nur diese Frauen hormonelle Probleme haben, die mit Hormonyoga in den Griff zu bekommen sind. Auch junge Frauen kommen oft in hormonelle Schwankungen, wenn sie die Pille oder hormonelle Behandlung des Arztes absetzen. Das führt zu Unausgeglichenheit und Stress, manchmal auch zu Haarausfall und schlechtem Hautbild.

Frauen sollten dann praktizieren, wenn der Leidensdruck durch die hormonellen Schwankungen groß ist und sie ihr Selbstvertrauen verlieren. HoYo hilft nämlich auch bei Kinderwunsch, PMS, bei Unterfunktion der Schilddrüse, bei Schlaflosigkeit und Stress. Hinzukommen alle Beschwerden, die während der Menopause auftreten können (Hitzewallungen, Gemütsschwankungen, verminderte Libido, Trockenheit und Juckreiz der Haut aber auch der Vagina, Haarausfall, Gedächtnisverminderung, Selbstzweifel etc.).

 

4. Welche positiven Auswirkungen hat Hormonyoga auf Frauen in den Wechseljahren?

Oben genannte Beschwerden gehen zurück oder verschwinden ganz. Es gibt wieder ein Leben ohne Zweifel und weniger Stress. Tage, an denen man am liebsten gar nicht erst aufstehen möchte, werden immer seltener und die Leistungsfähigkeit wird wieder besser. Stellen Sie sich vor, wie es ist, einmal wieder eine ganze Nacht durchzuschlafen. Oder keine Angst vor den Schweißrändern am Pullover haben zu müssen. Keine Menstruationsschmerzen zu haben, oder überhaupt wieder eine Regel zu haben. Denn viele sehr junge Frauen klagen über Ausbleiben oder Unregelmäßigkeit der Menstruation.

 

5. Deine Art zu Unterrichten ist besonders liebevoll und freudig. Finde ich das auch in Deinem Hormonyoga-Programm wieder?

Als Psychotherapeutin habe ich immer beim Hormonyoga den größeren Zusammenhang gesehen. Ich habe vor allem die Strenge und den Druck rausgenommen. Ich unterrichte einen ganz besonders liebevollen Umgang mit sich selbst und schaffe besonderes Bewusstsein für die ausgeglichene Atmung. Gerade bei den Atemtechniken habe ich alles verändert und feiner gemacht. Aber auch die Technik der Energielenkung vermittle ich in den Workshops so, dass die Frauen lernen sanft, ja viel sanfter, mit sich selbst umzugehen, und dass die eigene Praxis etwas ganz besonderes, etwas rituelles und schönes ist. Des Weiteren lege ich besonderen Wert auf die Stress-Analyse. Wenn wir Frauen immer so super gestresst sind, wird so viel Stresshormon ausgeschieden, dass die besten Übungen nichts helfen. Also vermittle ich zuerst einmal Einblick in den sinnvollen Umgang mit Stress. Interessanterweise kann Yoga, wenn es zu stark fordert und reguliert, die Stresssymptome noch verstärken und Angst auslösen.

 

6. Was bewirken Deine Hoyo-Sequenzen im Körper?

Es gibt in meinem „HoYo“ eine sinnvoll abgestimmte Sequenz, eine für den Morgen und eine für Frauen, die vornehmlich abends praktizieren. Die Übungen wirken teils auf die Eierstöcke, auf die Schilddrüse oder Hypophyse. Die Atemübungen dienen der Ruhe und wirken gegen den Stress. So ist es z.B. möglich, die ideale Praxis für die individuellen Bedürfnisse zu modifizieren.

 

7. Welche Utensilien brauche ich für die Hormonyoga-Praxis?

Eine Matte, einen Klotz, evtl. einen Gurt, ein bis zwei Decken und eine Wand. Holzboden ist besser als Teppichboden, denn bei einer Übung muss der Hinterkopf, wenn man liegt, ein wenig rutschen können, damit die Halswirbelsäule nicht gestaucht wird

 

8. Wenn ich gerne mal in Dein Hoyo hineinschnuppern möchte, wo kann ich Dich treffen?

Nächsten Monat in meinem Wochenend-Workshop in Hamburg (12.-14. Mai 2017): Hier lehre ich die grundlegenden Techniken, danach kann man auch alleine zuhause üben. Der nächste Hoyo-Workshop in Potsdam findet erst wieder vom 02.-04.02.2018 statt, es lohnt sich also, nach Hamburg zu kommen.

 

9. Was ist das Besondere an Deinen Hoyo-Workshops?

Mit anderen Frauen diese besondere Yoga-Form zu praktizieren führt unglaubliche Energien zu Tage. Es lösen sich Blockaden und die Atmosphäre hat eine ganz spezielle Tiefe. Zudem ist es schön, die persönlichen Erfahrungen untereinander auszutauschen. Ich hatte in allen Jahren des Unterrichtens immer so wunderbare Frauen und großartige Gruppen, dass ich meinem Mann jedes Mal berichte, wie einmalig dieser Workshop ist. Eigentlich mit Worten kaum zu beschreiben! Und für alle Teilnehmer wird diese Praxis zu einer stärkenden, freudigen Erfahrung.

 

10. Nach dem Hoyo-Workshop: Wie geht es für mich weiter?

Du kannst nach dem Hoyo-Workshop mit meinen Unterrichtsmaterialien zuhause weiter praktizieren: Es gibt ein Hoyo-Übungsbuch, das ich im Workshop als Lehrmittel verteile, denn dort stehen die Übungen genau beschrieben drin. Dann habe ich ein Poster entwickelt, damit die Frauen sich an die Sequenz erinnern, wenn sie die Techniken begriffen haben. Eine gekürzte Version des Übungsbuches gibt es als Verlagsbuch. Auf meiner HoYo DVD gibt es eine Einführung in die HoYo-Praxis und eine ganze Hormonyoga – Klasse. Auf der parApara Website gibt es verschiedene Sequenzen als Download. Mit einer persönlichen Auswahl aus diesen Lehrmitteln kommen die meisten Frauen, nachdem sie den Workshop besucht haben, sehr gut klar.

Lalleshvari Turske ist die erste deutschsprachige zertifizierte Anusara Yoga Lehrerin(CATT) und international renommierte Hormonyoga Expertin. Zusammen mit ihrem Partner Vilas eröffnete sie das erste Anusara Yoga Studio in Deutschland und wenig später die parApara Yoga-Akademie, ein Ausbildungszentrum, das die höchsten yogischen  Ausbildungsstandards besitzt. Hier bildet sie als führende Expertin in dieser Methode jährlich viele SchülerInnen zu Anusara- und Hormonyoga-YogalehrerInnen aus.
In ihren HoYo-Workshops und mit ihren HoYo-Produkten (HoYo-DVD, Übungsbuch und Poster) lehrt Lalla Frauen aller Altersstufen, wie sie ihre Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen, Stress abbauen und hormonell bedingte Beschwerden lindern können.
Die Termine der nächsten HoYo-Workshops findet ihr hier >

Wovon wir reden, wenn wir von Chakren reden

Anusara Yoga Beitrag von Stefan

Yoga spricht, wie auch viele Bereiche der modernen Wissenschaft, über unbeobachtbare Dinge. Die moderne Physik spricht über Elektronen, Quarks und Magnetfelder, Yoga über energy loops, Chakren und subtile Körper. Doch welche Bedeutung haben Aussagen über Gegenstände, die unserer unmittelbaren Beobachtung nicht zugänglich sind? Bei Aussagen über Alltagsgegenstände scheint dies klar: „Der Block ist auf der Matte“ bedeutet einfach, dass der Block auf der Matte ist. Ist eine Aussage darüber, dass ein Chakra an einer bestimmten Stelle des Körpers verortet ist, in derselben Weise zu verstehen wie die Aussagen über den Ort des Blocks? Wissenschaftliche Realisten behaupten, dass wissenschaftliche Aussagen, wie „Elektronen haben eine negative Ladung“, sich auf wirkliche Dinge, nämlich Elektronen, und deren Eigenschaften, wie eine negative Ladung zu haben, beziehen. Sollte man in gleicher Weise Realist in Hinblick auf Aussagen über die Gegenstände des Yogas sein?

Bestimmte Abschnitte in Ludwig Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus (TLP) scheinen dies auszuschließen. In Abschnitt 6.53 schreibt Wittgenstein über Aussagen nicht-naturwissenschaftlicher Disziplinen, wie z. B. der Metaphysik:

„Die richtige Methode der Philosophie wäre eigentlich die: Nichts zu sagen, als was sich sagen lässt, also Sätze der Naturwissenschaft – also etwas, was mit Philosophie nichts zu tun hat -, und dann immer, wenn ein anderer etwas Metaphysisches sagen wollte, ihm nachzuweisen, dass er gewissen Zeichen in seinen Sätzen keine Bedeutung gegeben hat. Diese Methode wäre für den anderen unbefriedigend – er hätte nicht das Gefühl, dass wir ihn Philosophie lehrten – aber sie wäre die einzig streng richtige.“

Wenig später (TLP 7) schreibt er „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Bedeutet dass, das nach Wittgenstein Sätze des Yogas keine Bedeutung haben, da sie keine Sätze der Naturwissenschaften, sondern der Metaphysik sind und dass man solche Sätze gar nicht erst äußern sollte? Dem ersten Anschein entgegen ist dies nicht der Fall und die Möglichkeit, dem Gebot zu Schweigen etwas zu entgegnen, findet sich im Traktatus selbst. Die Möglichkeit dieser Entgegnung entsteht aus einer Spannung, die im Traktatus selber angelegt ist. So schreibt Wittgenstein im Abschnitt 6.54 über sein eigenes Werk:

„Meine Sätze erläutern dadurch, dass sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie – auf ihnen – über sie hinausgestiegen ist. (Er muss sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.) Er muss diese Sätze überwinden, dann sieht er die Welt richtig.“

Wittgenstein zeigt an dieser Stelle das Problem auf, dass nach seinem eigenen Kriterium seine Sätze bedeutungslos sind und er von sich selbst verlangen müsste zu schweigen, präsentiert aber auch eine Lösung dieses Problems. Auch wenn die Sätze des Traktatus in einem Sinne bedeutungslos oder sinnlos sind, so haben sie doch die unverzichtbare Rolle uns zu zeigen, wie wir die Welt richtig sehen sollten. Wir benötigen die Sätze um zu verstehen, dass sie bedeutungslos sind, so wie wir die Leiter erst wegwerfen können, nachdem wir sie hinaufgestiegen sind. Wittgensteins Sätze sagen nicht etwas im selben Sinne wie es die Aussagen der Naturwissenschaften tun, aber sie können uns etwas zeigen. Wittgenstein sollte vielleicht am besten so gedeutet werden, dass wir es vermeiden sollten, Sätze, die uns etwas zeigen oder erläutern, so zu verstehen, als ob sie etwas sagen. Wir geraten dann in Probleme, wenn wir versuchen etwas über Sachverhalte zu sagen, die man nur zeigen kann.

Bezogen auf Yoga mag dies nun folgendes bedeuten. Wir begehen dann einen Fehler, wenn wir Aussagen über Chakren, subtile Körper, etc. genauso verstehen, wie wir Alltagsaussagen und Aussagen der Wissenschaften verstehen. Wenn also in einer Yogastunde über Chakren oder ähnliches gesprochen wird, sollten wir nicht meinen, dass uns etwas über physikalische Gegenstände mit bestimmten Eigenschaften gesagt wird. Stattdessen sollen diese Aussagen uns etwas zeigen oder etwas ausdrücken, beispielsweise wie sich eine bestimmte Stellung unseres Körpers anfühlen sollte, wie wir unsere Muskeln aktivieren sollten oder mit welcher Einstellung wir Anusara Yoga praktizieren sollten. Diese Aussagen helfen uns, unsere Wahrnehmung zu schulen und uns selbst damit richtig zu erfahren und die richtige Einstellung zu unserem Üben einzunehmen.

Verena Grundner über ihr Praktizieren mit der Yoga@t Home-DVD-Serie

Wir freuen uns jedes Mal riesig darüber, wenn wir von unseren Schülern nicht nur Feedback zu unserem Unterricht, unseren Anusara Yoga Ausbildungen und zu unseren Yoga DVDs und Büchern erhalten. Dieses wollen wir nun künftig im Blog an euch weitergeben. Ihr habt Eindrücke, Feedback oder eine Produktbewertung für uns? Ihr wollt eure Freude am Unterricht, euer Wachsen oder eure Gedanken zu unserem Yoga mit uns teilen? Dann schreibt uns gerne eine E-Mail an redaktion@lallaundvilas.de 

Die liebe Verena Grundner hat mit unseren DVDs „Yoga @t Home2, Fortgeschrittene Praxis“ und „Yoga@t Home3, Leichte Praxis“ zuhause praktiziert und uns erzählt, wie es für sie war und ob sie die DVDs empfehlen kann.

Yoga@home2, Fortgeschrittene Praxis

Yoga @ Home 2 enthält eine Einführung, eine Aufwärmphase und die fortgeschrittene Praxis. Ich denke zuerst, dass ich die Einführung überspringen und sofort loslegen will. Aber hier lohnt es sich wirklich, die beginnenden Worte anzuhören, denn ich bemerke gleich wieder, mit wie viel Herz Lalla und Vilas dabei sind. Außerdem möchten sie darauf aufmerksam machen, dass es überhaupt nicht wichtig ist, die Asanas perfekt auszuführen, was sie später in der Praxis auch authentisch zeigen.
Lalla lacht über das, was geht oder eben nicht geht. Vilas lacht, weil Lalla lacht und ich lache, weil die beiden lachen. Diese Fröhlichkeit zieht sich durch die gesamte Sequenz wie ein roter Faden, wodurch übertriebener Ehrgeiz total in den Hintergrund gerät. Ich bin trotzdem motiviert und voller Elan, die fortgeschrittenen Asanas zu praktizieren, aber ich akzeptiere die Möglichkeiten, die mir an diesem Tag gegeben sind. Morgen kann das wieder ganz anders und neu sein.
Nicht nur die Ausrichtungsprinzipien des Anusara Yoga, sondern auch die herzliche Art der beiden lassen meine Yogapraxis zu einem körperlich wie auch mental gesunden und freudigen Ereignis werden.

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Yoga@home3, Leichte Praxis

Lalla und Vilas zeigen gleich zu Beginn von Yoga @ Home 3 auf, dass es absolut nicht verwerflich oder schwach ist, Yoga mit Klötzen, Gurten und anderen Hilfsmitteln zu praktizieren. Oft entsteht unter Yogis so viel Ehrgeiz ohne auf die Bedürfnisse des Körpers zu achten, der auch nicht jeden Tag gleich und manchmal dankbar ist für einen Klotz.
Ich finde es vor allem toll, dass Lalla und Vilas als jahrelang praktizierende Yogalehrer zeigen, dass es nicht nur tollkühne Verrenkungen sein müssen, die mich erfüllen können, sondern ich mich je nach Level oder auch Befinden für eine leichte Praxis entscheiden kann, die ebenfalls tief berührt. Die Anleitungen sind so klar formuliert, dass es nicht mal nötig ist, immer auf den Bildschirm zu schauen, was hilft, mich mehr auf mich zu konzentrieren und bei mir zu sein.
Nicht nur Beginner lernen hier von Grund auf eine gesunde und auf die anatomischen Gegebenheiten des Körpers ausgerichtete freudige Praxis. Auch fortgeschrittenen Yogis hilft die DVD, zu entschleunigen und sich der Basis wieder bewusster zu werden, die im Anusara Yoga dem ersten Prinzip entspricht und trotz ihrer Wichtigkeit auch mal zu kurz kommen kann.

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Yogalehrer Vertiefungsausbildung: Am Anfang war ein (R)aum

Ein Beitrag von Sonja Witte

A – steht für Anfang. Es ist nicht nur der Anfang unseres Alphabets, unserer geschriebenen Sprache. Im Yoga ist das weite, freie „A“ der Beginn der Welt – nämlich der Beginn des ursprünglichsten Klanges „Om“. A-U-M. Ein Auftakt, ein Anheben, eine Eröffnung.

Eine neue Welt hat sich am letzten Wochenende auch in Potsdam eröffnet, pünktlich zum astronomischen Frühlingsanfang. Ein neuer Raum für Yogis und Yoginis und für Lalla und Vilas.
Und auch für mich als Karma-Yogini war das erste Wochenende in Potsdam etwas Besonderes. Halbzeit der +300h Yogalehrer Vertiefungsausbildung. Nachdem die ersten Ausbildungs-Wochenenden in Berlin stattfanden, bin ich froh, dass ich von jetzt an „rauskomme“ aus dem Betontempel Berlin, in dem mein Blick so oft den Himmel sucht und wenn er ihn gefunden hat, nur grau sieht. Also Potsdam! Eine Oase aus grün und blau, sagt Google Maps. Wälder und Seen. Das lässt jedes in U-Bahnen eingezwängte Großstadt-Herz höher schlagen. Sehnsucht nach Natur und Stille.

 

Plötzlich ist es so hell, dass meine Augen, die sich in den Wintermonaten an die Enge der Häuserschluchten gewöhnt haben, erst mal überfordert sind. Licht, viel Licht und ein See! Innerliche Luftsprünge und der Wunsch, vom Balkon ins Wasser zu springen!

 

Schon stehe ich mit meinen nackten Füßen auf dem mit Bienenwachs beschichteten Holzboden des Yogaraumes. Plötzlich ist es so hell, dass meine Augen, die sich in den Wintermonaten an die Enge der Häuserschluchten gewöhnt haben, erst mal überfordert sind. Licht, viel Licht und ein See! Innerliche Luftsprünge und der Wunsch, vom Balkon ins Wasser zu springen! – Mein Realitätssinn hält mich zurück, aber ich sehe draußen den Steg und kann den Sommer hier kaum erwarten.

Das erste lang schwingende A-U-M zu Beginn von Lallas Mittagsklasse weihte die neue Yoga-Shala ein. Ein Klang, der durch die vielen unterschiedlichen Stimmen wuchs und wuchs, dem es zwischen den Wänden zu eng wurde, der sich durch die große Fensterfront seinen Weg nach draußen zum See bahnte und auf der Wasseroberfläche kleine Wellen schlug. Resonanz zwischen Innen und Außen.

Lallas Klasse war eine dem Yoga gewidmete Feier, die sich in den unterschiedlichsten Formen ausdrückte – vor allem natürlich im Tänzer, Nataraj-Asana. Wie Shiva in Gestalt von Nataraja tanzten wir Yogis auf den bunten Matten unseren eigenen kosmischen Tanz von Kreation und Auflösung – bis das wohlverdiente Shavasana jede bisher geschaffene Form in die Stille sinken ließ.

Ich frage mich, warum ich am Ende einer Yogastunde das Nicht-Tun herbeisehne – warum es mir im Alltag aber so schwer fällt, mir die Zeit zu nehmen, den Raum zu schaffen. Warum kann ich den See vor dem Fenster in Potsdam nicht mit nach Berlin nehmen? Als Gegengewicht zum festen und starren Beton.
Was ich mitnehme, ist der Blick auf den See, als Erinnerung an eine innere Landschaft, die ich in meinem mentalen Gepäck immer dabei haben kann. Wie das U in der Mitte von AUM als Verbindung und Brücke zwischen Anfang und Ende muss ich das durch Lalla und Vilas Angestoßene, Initiierte erhalten und hinüber retten ins Leben. So dass das M, das weiche „mmm“, auch außerhalb des geschützten Yogaraumes in Potsdam, wenn es auf eine andere, härtere Umgebung trifft, weiterschwingen kann.

 

Wie das U in der Mitte von AUM als Verbindung und Brücke zwischen Anfang und Ende muss ich das durch Lalla und Vilas Angestoßene, Initiierte erhalten und hinüber retten ins Leben.

 

Ein grundlegendes Ziel der Yogaausbildung: die enge Verbindung von Yoga und Alltag, selbst wenn ich nicht hauptberuflich Yogalehrerin bin. Denn ohne diese Integration bleibt jede Verrenkung auf der Matte bloße Gymnastik, bleibt jeder gesprochene Satz über Yoga eine leere, esoterische Phrase. Was ich hier lerne, bleibt nicht theoretisch, auch wenn ich Theorie sehr mag. Das ist anstrengend, Veränderungen einzuleiten und sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf seiner Gewohnheiten zu ziehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich zwei Lehrer gefunden habe, die mich dabei so sehr motivieren und wie zwei Polarsterne Licht und Koordinaten geben.

Aus Vilas spielerischer Sonntagsklasse klingt immer noch das Lachen nach. Ein Verirren und Ausprobieren der wildesten Formen, ohne Ziel, aus Freude am Sein – bis das Licht nicht nur durch die Fenster scheint, sondern auch durch die Körper. Und immer wieder füllt das „glucksende Lachen“ der Yogis den Raum. Aum —

Impressionen der Yoga-Praxis – Im eigenen Licht erstrahlen

Ein Beitrag von Philipp Eyer

 

„So Ham – Es bin ich und ich bin Es“

Der letzte Teil der Immersion war für mich eine intensive Abrundung der gesammten Immersion. Vieles wurde klarer und gewisse Dinge erhielten einen noch tiefere Bedeutung, da sie einen grösseren Sinnzusammenhang gesetzt wurden. Der Kreis hat sich geschlossen. Das letzte Wochenende war sehr dicht und erkenntnisreich, wie immer wenn man mit Lalla und Vilas arbeitet. Die beiden vereinen auf grossartige Weise das jahrhunderte alte yogische Wissen mit Erkenntnissen aus der Psychologie und Medizin. Durch ihre grossartigen pädagogischen Fähigkeiten, indem sie auf jeden einzelnen einzugehen vermögen und offenen Fragen viel Raum schenken, gelingt es ihnen die teils komplexen und manchmal schwer fassbaren Inhalte verständlich zu transportieren. Ihre Präsenz und Klarheit schafft einen wertvollen Raum, der zur Reflexion über uns selbst anregt und für weitere Gedanken inspiriert. In der Immersion von Lalla und Vilas wird dem Vermitteln von Wissen – neben der Asana-Praxis – eine ganz zentrale Bedeutung beigemessen. Denn « je mehr wir wissen, desto mehr können wir auch wahrnehmen » wie Vilas zu sagen pflegt. Deshalb war die Vermittlung von Wissen auch wieder ein fester Bestandteil der Immersion 3a/b. Diesmal stand unter anderem die Frage ‘Who am I’ – ‘Wer bin Ich ?’ im Mittelpunkt der Reflexion.

Zur Einführung des Themas haben uns Lalla und Vilas in eine Meditationsübung eingeführt, die mich sehr berührte. Zu zweit gegenüber sitzend, fragte der eine, den anderen in rythmischen Abständen « Wer bist du ? Wer bist du ? ». Das Gegenüber antwortete spontan, mit Begriffen und Bildern, die in ihm hochkamen. Diese direkte Konfrontation mit uns selbst, unserer Identität und unseren Selbstbildern, war eine sehr tiefe Erfahrung. Ja, wer bin ich denn eigentlich ? Who am I ? Dadurch war die Frage gestellt, die uns während den paar Tagen immer wieder begegenen sollte.

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Was mich Yoga gelehrt hat

Yoga hat mich gelehrt zu empfangen. Ein Beitrag von Ute Fischer

Wir meinen zuzuhören, sind aber ehrlicherweise schon am überlegen, was wir als nächstes sagen. So hat mich Yoga gelehrt, nicht nur mit den Ohren zu hören, sondern auch mit dem Herzen.
Ich möchte mir immer und immer wieder erlauben genau hinzuhören, hinzuschauen, empfangen und nicht meinen zu wissen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir auch im Yoga einem Trend nachjagen, überall mal an der Oberfläche zu kratzen und dadurch zu ewig Suchenden werden. Ich weiß inzwischen: alles ist da, es gibt nichts hinzuzufügen und nichts wegzunehmen.
Wichtig ist nicht, was der Lehrer sagt, sondern was bei dem Schüler ankommt und so wird aus einem schon oft gehörten, wenn ich mir erlaube zu empfangen, ein erkennen und daraus Erkenntnis.
Und alles was sich in mir aus dem einfachen hinhören über das Erkennen zur Erkenntnis entwickelt hat, sprudelt in meinem Unterricht aus jeder Pore meines Seins. Es bereitet mir sehr viel Freude meine Erfahrungen zu teilen.

Yoga hat mich gelehrt: wir können die Wege nicht abkürzen, nicht im Yoga und nicht im Leben
Wir brauchen Lehrer, die einen sicheren Weg kennen. Gehen dürfen wir den Weg selbst, in unserem Tempo und mit unseren Umwegen. So ist mein Leben deutlich langsamer geworden, ich muss viel weniger und der Bodensatz an Zufriedenheit ganz tief in mir wird immer größer. Und ab und an werden sie uns geschenkt, die magischen Momente, in denen wir spüren, dass es ein Wissen hinter dem Wissen gibt, ein Wissen ohne zu wissen: WEISHEIT.
In großer Vorfreude auf alles, was das Leben mit mir vor hat, sage ich Namaste
Ute

Anusara-Immersion: Yoga im Hier und Jetzt praktizieren

Die liebe Stefanie hat einen wundervollen Artikel über ihre Immersion mit Lalla in  Mainz/Nieder-Olm am vergangenen Wochenende auf ihrem Yoga-Blog yogastern geschrieben. Trotz einer nervigen Erkältung ist sie mit ganz viel Energie aus den intensiven Tagen zurückgekehrt.

Ein inspirierendes Wochenende voller Yoga-Philosophie, Anatomie, Pranayama sowie intensiver Yogapraxis.

Für Stefanie war es ihre erste Immersion. Sie hat sich schon vorab über die Bedeutung des Begriffes „Immersion“ schlau gemacht.

Der Ausdruck bedeutet so viel wie das Eintauchen; die Einbettung. Daher macht es natürlich Sinn, dass man während einer Immersion, tief  in das Anusara Yoga eintaucht.

In ihrem Blogartikel beschreibt sie, was sie gelernt hat und dass die Ausrichtung einer Asana im Yoga eine große Rolle spielt. Ganz besonders begeistert war sie von Lalla und ihrer energievollen Ausstrahlung:

Lalla hat eine beeindruckende Ausstrahlung und gibt in ihrem Unterricht ihre Herzenswärme und Güte spürbar weiter.

Ihr Lächeln ist einfach toll und ihr herzliches Lachen macht gute Laune.

Lalla strahlt :-)

 

Lese jetzt den ganzen Artikel von Stefanie und erfahre, was sich innerlich in ihr bewegt und was sie an neuem Wissen von dieser Immersion mitgenommen hat. Hier geht´s zum Blog yogastern

Wer wie Steffi die Beiden in den nächsten Wochen selbst erleben möchte, der kann entweder in die Ferne reisen und auf Palma an einer Immersion teilnehmen (Achtung: Start neue Immersion-Reihe) oder wunderbar intensiv beim Anusara Ausrichtungsworkshop in Frankfurt praktizieren.

 

Immersion Palme de Mallorca 1a+b: 11. – 15.11.15 Buchen

 

Anusara Ausrichtungsworkshop Intensiv Frankfurt am Main: 04.-06.12.15 Buchen

Anusara Yoga mit Lalla und Vilas

: Seidentuch – Schulterblätter wie Flügel – Sonnenhände – Yogafüsse und ein geschenktes Vinyasa! Ein Beitrag von Senta Graf

Am Pfingst-Wochenend-Workshop «YOGA und BEZIEHUNG» im Studio von Eliane Grunder in Worb (CH) erlebte ich mein erstes «Anusara Yoga» mit Lalla und Vilas: eine inspirierende Erfahrung!

Am ersten Tag war sich wundern am zweiten bewundern angesagt. Mit schönen Bildern und präzisen Worten wurden wir durch anspruchsvolle, kraftvolle Yogasequenzen geführt. Zu Beginn tönte das von Lalla angeleitet etwa so:

«Wenn du die Hände vor dein Herz ins Anjali Mudra nimmst, mach das so als würdest du das zum erste mal tun. Staune über die Berührung».

Oder:

«Stell dir vor, ein feines und kostbares Seidentuch zwischen deinen Handflächen zu spüren».

Diese Ansage kommt nicht aus einer esoterischen Laune heraus, sondern repräsentiert das Anusara-Yoga, wie es die beiden mit viel Herz und Wissen vermitteln: ein liebevoller Umgang mit sich selbst in allen Lebenslagen, auch ausserhalb der Matte. Im Workshop beispielsweise bezogen auf den Handstand mit Assists. Wie Lalla das vormachte! Mit welcher Leichtigkeit sie in den Handstand ging, die Energiebahnen ausgerichtet – alles fliessend. Die Bewunderung war ihr sicher. Ihre exakte Anweisung liessen das Müssen und die Angst, dass die Arme nicht halten würden zum Fenster raus fliegen. Praktisch die ganze Klasse schaffte es mit kraftvollem Ausatmen hoch. Whow! Unsere Hände stützten uns, strahlten im Verlauf des Workshops wie Sonnenhände, wurden kräftig und voller Energie. Mehrmals wunderte ich mich, was mein Körper zu Stande brachte.

Auch im tiefen Vorbeugen geschah bei einigen ein Wunder. Die Anweisung lautete:

«Bitte alles einfach geschehen lassen, ohne Zielvorstellung, wie weit sich dein Körper vorbeugen soll. Beuge dicht nicht vor sondern verbeuge dich vor dem was geschieht, verbeuge dich in Demut. Denn Yoga ist Beziehung – wenn die Vorderseite was tut, reagiert die Rückseite. Lass geschehen und tue nichts. Lass das Herz sinken und atme dich rein».

Natürlich erhielten wir vorher anatomisch exakte Erläuterungen zum Bau der Wirbelsäule. Um danach, mit dem Wissen, was genau passiert, besser geschehen lassen zu können. Für Vilas und Lalla ist zentral, dass neues Wissen über Physiologie und Anatomie, sowie energetische und körperliche Aspekte, immer wieder neu ins Yoga einbezogen werden. Sich beim Yoga nicht verletzen und doch komplexe Asanas üben ist ihr Anliegen.

Die Krähe und die Taube habe ich beispielsweise seit mehreren Jahren aus meiner Praxis gestrichen.Und siehe da, mit «Schulterblättern wie Flügel» und ganz präziser Ansage wie und wo die Energie hin fliessen soll, wie und wo die Hände, die Yogafüsse stehen sollen, landeten Krähe und Taube, getragen von der Gruppendynamik, wieder mal auch auf meiner Matte.

 

Zum Schluss das geschenkte Vinyasa

Das Geschenk kam nach gefühlten 30 Vinyasas. Wir standen im Hund und bereit für das nächste Vinyasa. Vilas aber sagte:

«Stellt euch jetzt vor, zuerst ins Brett, dann zum Boden zu fliessen, dann Kobra und wieder Hund. Alles nur vorstellen – nicht tun! Das geschenkte Vinyasa! Lasst das Vinyasa durchschimmern durch den Seidenvorhang!»

Der Name Vilas heisst: «der, der gerne spielt». Genau so hab ich ihn auch wahrgenommen. Spielerisch gelingt es ihm, komplexe Yogaphilosophie, beispielsweise von Immanenz und Transzendenz, sogar in „virtuellen“ Vinyasas erlebbar zu machen.

Danke Lalla, danke Vilas für die wertvolle Zeit mit euch in Worb.

Ich freue mich, dass ihr am «Yoga Schweiz Kongress» am 12./13. März 2016 wieder in Bern lacht, spielt und euer lebendiges Yoga-Wissen spannend und mit viel Leidenschaft in drei Workshops unterrichten werdet.
Anmerkung: Liebe Senta, wir sind voller Freude und Dankbarkeit wie schön Du Deine Erlebnisse in unserem Workshop beschrieben hast. Wir freuen uns so sehr, Dich beim Yoga Schweiz Kongress wieder in unsere und Vinyasas Arme zu schließen!

Mehr Infos zum Kongress im März 2016 (bald) unter http://www.yoga.ch

 

 

Danke an Hans für die tollen Bilder!

Impression zur Anusara Yoga Immersion 1a – Im Puls des universellen Atems

Immer wieder werden wir gefragt, was ist eigentlich eine „Immersion„? Dieser Begriff stammt aus den Anfangszeiten des Anusara-Yoga, einer sehr intensiven Zeit, an der Lalla und ich wenige Jahre nach der Gründung des Anusara Yoga direkt an der Quelle teilhaben durften. Übertragen ins deutsche heißt Immersion so etwas wie „Vertiefung“.
Und da kommen wir dem eigentlichen Yogaweg schon näher: Eingebettet in eine wunderbare, freiheitsfördernde Philosophie ist die Anusara-Yoga-Immersion zuerst einmal ein Weg hin zum eigenen, persönlichen Yoga. Wir lieben es, die Immersion als eine tiefe Verbindung nicht nur zur eigenen Yogapraxis auf der Matte, sondern dem philosophischen Kontext folgend, auch hin zum bewussten Leben im Alltag zu verstehen. Gerade das ist die Schönheit dieser Philosophie: Yoga ist Alltag.
Deshalb ist dieser persönliche Vertiefungsprozess erst einmal ein Weg zu uns selbst. Unabhängig davon, ob der Teilnehmer an diesem einzigartigen Workshop später einmal den Weg des Yoga Unterrichtens gehen möchte, werden hier die notwendigen Verbindungen zum Herzen, zum grundlegenden yogischen Wissen und den daraus resultierenden Handlungen geknüpft. Unser Yoga lehrt uns, dass dieser persönliche Prozess die notwendigen Voraussetzungen für den möglichen späteren Weg des Unterrichtens ist.
 
Philipp teilt mit uns als Teilnehmer der Berliner Immersion 2015 seine Erfahrungen in sehr persönlichen Statements dieses besonderen Wachstumsprozesses. Wir freuen uns darüber sehr, denn so können all die, die mit dem Gedanken einer Teilnahme spielen, einen Eindruck erhalten, was dieser 100 stündige Workshop, der in 5 Einheiten unterrichtet wird, vermittelt.
 
 

Impression zur Immersion 1a – Im Puls des universellen Atems

Ein Beitrag von Philipp Eyer

Seit mehr als 15 Jahren führe ich eine Art “On and Off-Beziehung“ mit „dem“ Yoga, mal intensive Übungsphasen, dann wieder weniger Kontakt, von einem Stil zum anderen – und so weiter. So ist der Wunsch stetig gewachsen sich – nicht unbedingt für einen Stil zu entscheiden – doch aber zu vertiefen. Seit längerem suchte ich nach einer mir passenden Möglichkeit. Doch war es schwierig in dem unübersichtlichen Dschungel an Angeboten eine Entscheidung zu treffen, bis ich eine Stunde von Lalla und Vilas besuchte.

Ich war sehr angetan von der Art und Weise wie Lalla und Vilas Yoga unterrichten. Die präzisen Ansagen, mit denen man in die Asana geführt wird, die weiche und klare Atmosphäre während der Stunde, der Fokus auf die innere Ausrichtung, auf die Atmung in die Rückseite und der klare Blick auf den Energiefluss im Körper der Schüler/innen… Alles Dinge, die mir in vielen anderen Yoga-Stunden in der Vergangenheit gefehlt haben. So war für mich die Entscheidung klar: Immersion – ich möchte mich einlassen.

 „wir atmen und wir werden geatmet“

Dieser Satz hat mich stark berührt an diesem ersten Wochenende der Immersion, wo wir neben der Sonnengruß-Praxis viel über die Philosophie des Yoga – die Tradition des tantrischen Kashmiri Shivaismus – erfahren durften. Die Ansicht als Individuum Teil eines grösseren Ganzen zu sein, daran erinnert zu werden, dass sich alles verändert und wir an nichts festhalten können, jedoch erkennen können, dass wir nicht alles alleine machen, sondern eben: „wir atmen und wir werden geatmet“ – war für mich eine stärkende und befreiende Erkenntnis.
So bekam Yoga eine ganz neue Bedeutung für mich:

Yoga als ein Weg, ein Prozess, eine Technik mit dem Ziel inneres Vertrauen zu stärken und angstfreier zu werden – in anderen Worten Freiheit – „Kavalya“ – zu erlangen.

Yoga ist mehr als körperliche Praxis, sondern Meditation mit dem Ziel sich mit der universellen Energie zu verbinden und loszulassen – geschehen zu lassen. Nicht-Tun im Tun. Und Anusara setzt für mich genau da an – wo viele andere Stile aufhören. Und ich glaube genau darum übe ich Yoga. Dies wurde mir während der Immersion klar:

ich praktiziere um mich besser kennenzulernen, um, „im Fluss zu sein“, „mich mit dem Herzen zu verbinden“ oder „im Puls mit dem universellen Atem zu sein“.

Das erste Wochenende hat mir zudem gezeigt, welch unglaubliches Potential, welch ungeahnte Möglichkeiten in uns stecken. Yoga kann uns helfen diese Möglichkeiten zu erkennen und weiter zu entwickeln. In Vilas Worten ist Yoga eine „Praxis der Aufrichtung“. „Innerlich aufrichtig und äußerlich aufgerichtet “ durch das Leben zu fließen. Dies macht das Konzept der 3 A’s klarer – für mich eine geniale vereinfachte Form um Yoga in Worten zu beschreiben: Die 3A’s sind für mich eine Anleitung / Inspiration mit dem Ziel die innere Einstellung im Herzen (Attitude) mit der Ausrichtung im Geist (Alignement) durch den Körper in der Asana (Action) kreativ auszudrücken.

Zudem habe ich gelernt was es dazu braucht: ein offenes Herz. Denn mit einem weichen Herzen (Bhakti) können wir Wissen (Jnana) empfangen, um dann in Schwingung (Kriya) zu gelangen. Ich freue mich auf die kommenden Tage mit Lalla und Vilas, auf die gemeinsame Praxis, den gemeinsamen Prozess und das Wissen was wir in Dankbarkeit empfangen dürfen.

 

Philipp Eyer2Über den Autor:                                                      

A​ufgewachsen in Mitten der höchsten Berge Europas habe ich das F​erne und Fremde gesucht und Ethnologie studiert. Während des Studiums bin ich dann erstmals mit meiner Kamera nach Indien gereist, wo ich Yoga entdeckte. Die Liebe zum Yoga und Indien ist geblieben, auch heute reise ich regelmässig hin um zu praktizieren und ​zu ​arbeiten. Seit ein paar Jahren bin ich selbstständiger Kameramann und Filmemacher und habe eine kleine Firma COUPDOEIL – was so viel heisst wie ‚Augenblick’ – mit Sitz in Bern/Berlin gegründet. Seither bin ich auf der Suche nach spannenden Geschichten und Augenblicken, die ich versuche mit einer Kamera einzufangen oder zu kreieren…